Also dem Jobcenter musst du natürlich mitteilen, dass du nebenbei Geld verdienst. Allerdings brauchst du hier sicher nicht haargenau sagen, was du machst. Erstellung von Webcontent dürfte ausreichen. Die interessiert mehr der monatliche Verdienst, den du wohl monatlich einreichen und nachweisen musst – er wird ab einem bestimmten Betrag auf dein Arbeitslosengeld angerechnet.

Beim Finanzamt ist es auch ganz leicht. Bei Kleinstverdiensten kannst du das in der Steuererklärung von diesem Jahr angeben, alternativ sagst du denen, dass du ein Kleinunternehmen gründen willst. Lass dich von dem langen Antrag nicht abschrecken, das Ausfüllen ist ganz einfach. Der Antrag dient auch dazu, dich eventuell von der Umsatzsteuerpflicht zu befreien, sofern du unterhalb der Gewinngrenze bleibst.

Das Gewerbeamt musst du selbst in die Hand nehmen. Manchmal ist es dem Ordnungsamt zugeteilt, manchmal nicht. Du meldest auf jeden Fall ein Gewerbe an. Vermutlich wirst du hier sagen müssen, was du machst – das weiß ich aber nicht mehr genau.

Die steuerlichen Dinge sind gar nicht so kompliziert. Schau aber mal, wie das Portal, mit dem du arbeiten willst, die Umsatzsteuer behandelt oder wo das Portal sitzt. Wird das Reverse Charge Verfahren angewandt, brauchst du nämlich keine Umsatzsteuer abführen, weil dies schon vom Portal aus getan wird. Das kommt aber immer drauf an. Nicht jedes Land hat diese Verträge.